28.10.2013
ESG Gensungen/Felsberg II - HSG Datterode/Röhrda 27:27 (13:15)
Mit 5:2 fand die ESG einen guten Start in das Spiel. Die sich bietenden Chancen wurden konsequent herausgespielt und zu Toren genutzt.
Nach 10 gespielten Minuten hatten sich die Ringgauer besser auf das Spiel der Kamm – Schützlinge eingestellt und warfen ihrerseits drei Tore in Folge. Bis zum 8:8 (19. Minute) egalisierten sich beide Teams. Anschließend konnten sich die Edertaler zwar wieder bis auf drei Tore absetzen, mussten die Führung (13:12) aber kurz vor der Halbzeit wieder aus der Hand geben. Dies war der Tatsache geschuldet, das Sascha Pilz im Tor der Gäste zur Höchstform auflief und die ESG Angreifer schier zur Verzweiflung brachte. Auf der Gegenseite verpassten es die Edertaler die Gäste in ihrem Tordrang zu stören. Die Abwehr der Gensunger fand zum Ende der ersten Halbzeit nicht mehr statt, sodass man mit einem 13:15 in die Pause ging.
Mit drei weiteren schnellen Toren zu Beginn der zweiten Halbzeit erarbeiteten sich die Gäste aus dem Ringgau einen klaren Vorteil. Der ESG Angriff leistete sich in dieser Phase zu viele Fehler und gab die Bälle leichtfertig her. Die sich ergebenden Lücken in der Abwehr wurden nicht genutzt oder man scheiterte abermals an Sascha Pilz, dem besten Datteröder Spieler. Beim Spielstand von 23:27 in der 52. Minute schien das Spiel zu Gunsten der Gäste entschieden zu sein. Allerdings schaffte das junge ESG Team in einem wahren Kraftakt Sekunden vor dem Abpfiff noch den verdienten Ausgleich.
In den letzten sieben Spielsekunden überschlugen sich dann die Ereignisse in der Kreissporthalle. Max Vaupel verhinderte den schnellen Anwurf der Gäste und erhielt folgerichtig die rote Karte – was eine doppelte Spielsperre mit sich ziehen wird. Der finale Angriff der Ringgauer endete nach Wiederanpfiff mit der Schlusssirene am Gensunger Pfosten. Doch der Ball sprang wieder ins Feld, wurde dort vom Datteröder Kreisläufer aufgenommen und im Gehäuse der Gensunger untergebracht. Beide Mannschaften jubelten – die Gensunger aufgrund des vermeintlichen Unentschiedens und die Ringgauer aufgrund des vermeintlichen Sieges. Die Entscheidung konnte von den spürbar überforderten Schiedsrichtern aus Hainzell erst Minuten nach dem Abpfiff und einer Besprechung mit den Zeitnehmern geklärt werden. Das folgerichtige Urteil lautete: „kein Tor“ was - in Anbetracht des Spielverlaufes - ein verdientes Unentschieden darstellte.
Doch neben dem verlorenen Punkt gegen einen direkten Konkurrenten hat Trainer Philipp Kamm einen weiteren Wehmuts-Tropfen zu verkraften. Linksaußen Max Vaupel ließ sich nach dem Abpfiff voller Emotionen zu einem Schubser gegen den Unparteiischen aus Hainzell hinreißen und droht aufgrund einer daraus resultierenden Sperre in den nächsten Wochen auszufallen.
Mannschaftsaufstellung ESG Gensungen/Felsberg II:
Tor: Lukas Keim, Moritz Minhöfer
Feld: Max Staubesand (6), Maximilian Vaupel (5/2), Christian Rohde (5),
Marco Schneider (3/1), Yannic Neurath (4/1), Jannis Balke (3), Lars Ude (1)
Kevin Schnitzerling, Daniel Ermler, Clemens Folwerk
ESG Gensungen/Felsberg II - HSG Vulkan Vogelsberg
Am Samstag (02.11.13 um 17:00 Uhr, Kreissporthalle Gensungen) muss die Oberliga Reserve vor heimischer Kulisse im Nachholspiel gegen den Landesligaabsteiger HSG Vulkan Vogelsberg antreten. Die Gäste aus Lauterbach haben noch kein Spiel gewonnen und stehen mit einer Ausbeute von 0:10 Punkten mit dem Rücken zur Wand. Die ESG II steht mit nunmehr 3:7 Punkten nur einen Platz besser als der Gegner und hat nichts zu verschenken. Neben Fabian Küchmann (verletzt), Christian Rohde (Einsatz bei der ersten Mannschaft), Max Vaupel (Sperre) ist auch weiterhin der Einsatz von Tobias Elm (Innenbanddehnung) fraglich. Trainer Philipp Kamm wird wohl auch hier wieder auf das Trio aus der ESG III (Ermler, Schnitzerling und Folwerk) zurückgreifen müssen.
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