24.11.2013
12 Ermler Tore reichen nicht zum Sieg
ESG Gensungen Felsberg II - HSG Werra WHO 33 : 35 (16 : 16)
Am Ende lagen die jungen Edertaler enttäuscht auf dem kalten Hallenboden der Gensunger Kreissporthalle. Nach 60 hart umkämpften Minuten musste man sich schließlich der Spielgemeinschaft aus Werra mit 35:33 geschlagen geben. Zu viele Großchancen hatte man vergeben, als das man dieses Spiel hätte gewinnen können.
Wie auch in den vergangenen Jahren entwickelte sich von Beginn an ein knappes Spiel. Die Führung wechselte immer wieder und keine Mannschaft schaffte es sich abzusetzen. Auf Gensunger Seite stand die 5:1 Abwehr – mit dem flinken Jonathan Discher auf der vorgezogenen Position – gut, denn die bulligen Angreifer der Widdershäuser taten sich schwer gegen diese offensive Deckungsvariante. Insbesondere im Mittelblock zeichnete sich hier ein ums andere Mal Daniel Ermler aus, der den Kreisspieler der Gäste stets im Griff hatte und seine Nebenleute geschickt dirigierte. Im Angriff zeigte die Kamm Sieben jedoch noch große Defizite. Zu viele Angriffe wurden überhastet abgeschlossen oder man scheiterte frei stehend am stark aufgelegten Schlussmann der Gäste. Erst die Einwechslung von Tim Schanze brachte wieder neuen Wind in das Gensunger Angriffsspiel. Der schnelle Mittelmann riss Lücken für seine Nebenleute, hatte ein gutes Auge für den Kreisläufer oder war selbst als Vollstrecker zu Stelle.
In der zweiten Halbzeit war kaum eine Veränderung zu erkennen. Beide Mannschaften spielten attraktiven und schnellen Handball auf hohem Niveau. Doch auch zu diesem Zeitpunkt des Spiels schaffte es kein Team sich auf mehr als zwei Tore abzusetzen. Eine kurzzeitige Umstellung der Abwehrformation sorgte zwar dafür, dass man innerhalb von sieben Angriffen viermal zu einfachen Ballgewinnen kam, doch die sich daraus ergebenden Chancen wurden leichtfertig vergeben. Beim Stand von 30:30 in der 50 Minute bahnte sich ein echtes Herzschlagfinale an. Doch dann legten die Gäste aus Heringen einen drei Tore Lauf hin und setzen sich spielentscheidend auf 30:33 ab. Einzig Kreisläufer Daniel Ermler stemmte sich noch gegen die drohende Niederlage, konnte sie aber schließlich auch nicht verhindern. Mit 12 Treffern war er bester Werfer seines Teams und verdiente sich Lob von allen Seiten.
Es kamen zum Einsatz:
Tor: Moritz Minhöfer und Lukas Keim
Feld: Daniel Ermler 12, Jonathan Discher 8, Yannik Neurath 5, Max Staubesand 4, Marcel Schanze 4, Tim Schanze 2, Marco Schneider, Lars Ude, Martin Kamm, Bernd Seiler (n.e.), Kevin Schnitzerling (n.e.)
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