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By: Lars
15.01.2014
Fanclub Aktuell

10 Fragen an Reiner Wagner

Kurz vor Ende der Winterpause haben wir ein Gespräch mit unserem Trainer Reiner Wagner geführt.

FC : Vor den Relegationsspielen hast du das Team übernommen, welches Fazit ziehst du nach dem ersten halben Jahr?

R.W. :Wir stehen leistungsmäßig sicherlich nicht da, wo wir uns vor der Runde gesehen haben. Die Gründe dafür sind vielfältig und eine Aufzählung an dieser Stelle würde zu weit führen.Sicherlich kann man sagen, dass unsere Spieler individuell nicht an ihre Leistungsmöglichkeiten herangekommen sind. Unsere vordringlichste Aufgabe wird es daher sein, dieses Potenzial abzurufen.
Grundsätzlich macht das arbeiten mit der Truppe Spaß und die Arbeitsauffassung ist sehr gut. Ich bin sicher, dass wir bei einigen Spielern positive Leistungsentwicklungen sehen werden , die sich dann auch auf unsere Spielergebnisse auswirken.

FC : Die Enttäuschung über den Wechsel von Kevin Trogisch war bei Mannschaft und Umfeld groß. Wie beurteilst du die Entscheidung für die ESG und wie für den Handball im allgemeinen?

R.W. :Für die ESG bricht mit Kevin ein Pfeiler der mittelfristigen Planung weg. Er ist einer der talentiertesten Spieler auf seiner Position in Nordhessen und daher sportlich ein herber Verlust. Mit der Entscheidung während der Saison, ohne nachvollziehbare Gründe, zu einem Ligakonkurrenten zu wechseln, hat der Spieler sich sicherlich keinen Gefallen getan. Ich hoffe für alle Mannschaftssportarten, dass dieser  Fall keine Schule macht.

FC : Welcher Spieler hat dich in der Hinrunde am positivsten beeindruckt?

R.W. :Benedikt Hütt

FC : Mit welchen Mannschaftsteilen bist du zufrieden und an welchen Dingen muss in der Pause besonders gearbeitet werden?

R.W. :Trainer sind nie zufrieden und wir können uns ständig weiterentwickeln.

FC : Seit Saisonbeginn sucht ihr einen Linkshänder, durch den Abgang von Kevin hat sich die Situation nochmal zugespitzt. Können wir bald mit einer Neuverpflichtung rechnen?

R.W. :Das kann ich nicht sagen. Linkshänder sind eine begehrte Ware und daher rar. Wir arbeiten daran, setzen uns aber nicht unter Druck.

FC
: Welches Ziel gibst du für die Rückrunde aus?

R.W. :Wir sollten nicht noch einmal den Fehler machen und schwierige Situationen ignorieren. Vor einem Jahr war die Tabellensituation ähnlich und niemand hat daran gedacht, dass man auch absteigen kann. Daher werden wir uns jetzt ganz fleißig an das Punktesammeln gegen den Abstieg machen.

FC : Mit deinem Namen verbinden viele Zuschauer die Hoffnung auf sportlich bessere Zeiten. Ist in Gensungen in absehbarer Zeit 2. oder 3. Liga möglich? Gibt dieses Umfeld dies überhaupt her?

R.W. :Niemand ist allein in der Lage ein solches Projekt erfolgreich durchzuziehen. In Gensungen hat immer die Mischung aus sportlicher Qualität und sachkundiger, engagierter Führung diese außergewöhnliche Leistung ermöglicht. Wir arbeiten zur Zeit mit Hochdruck an einem Konzept, dass die Möglichkeiten einer leistungssportlichen Zukunft im Edertal gewährleisten soll. Dieses Konzept wird einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt und umfasst nicht nur sportliche Aspekte. In welche Richtung der Handball  im Edertal  geht, wird von der Resonanz auf dieses Konzept abhängen.

FC : Zur Zeit blüht Nordhessen im Handballsport auf. Melsungen will in den Europapokal, Fritzlar und Baunatal in die 2. Liga. Wo sortierst du hier die ESG ein?

R.W.
:Wir haben lange Jahre die Erste Geige im Handball in dieser Region gespielt und müssen uns nun hinten anstellen. Ich sehe das nicht als sonderlich problematisch an, denn es gibt Rahmenbedingungen, die sich nicht ändern lassen und auf die wir auch keinen Einfluss haben. Daher ist es umso wichtiger, auf uns selbst zu schauen, zu definieren was wir wollen und zu was wir fähig sind. Auf dieser Basis muss das Profil  - ESG – entstehen und damit werden wir eine gute Rolle im nordhessischen Handball spielen.

FC : Die Zuschauerzahlen in der Kreissporthalle sind in den letzten Spielen zurückgegangen. Was kann du den Fans heute sagen um sie wieder zahlreich in die Halle zu locken?

R.W.
:Nun, das ist ja immer eine Wechselbeziehung: Spielt die Mannschaft gut,  kommen die Zuschauer, spielt sie schlecht ,bleiben die Zuschauer weg. Für meine Mannschaft und mich ist der Weg daher klar: Gut spielen und den Menschen einen schönen Abend bescheren. Ich wünsche mir für dieses Jahr viele schöne Handballabende.

FC
: Im Bezirkspokal habt ihr das Finale erreicht. Bis zur ersten Runde im DHB Pokal ist es noch ein weiter Weg. Ist dies ein Ziel für euch und wie ernst nehmt ihr den Pokal?

R.W. :Wenn wir in ein Spiel gehen, wollen wir es auch gewinnen. Der Pokal ist so eine Sache. Hier muss sich grundlegend etwas ändern, sonst wird er für Amateurvereine uninteressant.


Wir möchten Reiner für seine ausführlichen Antworten danken und wünschen der Mannschaft für die Rückrunde viel Erfolg.


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