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By: Lars
16.01.2015
Fanclub Aktuell

Gensungen gehört in die 3. Liga

In der Winterpause haben wir die Zeit genutzt um ein Gespräch mit Stephan "Icke" Untermann zu führen. Wir wünschen euch viel Spass beim Lesen.

FC : Der Saisonstart wurde vermasselt, allerdings folgte dann eine bis heute ungebrochene Siegesserie. Welche Gründe gibt es für beide Serien ?

Icke : Ich denke, dass wir eine sehr vernünftige Vorbereitung hatten und alle Spieler gut integriert haben. Dann folgte die unglückliche Niederlage in Pohlheim, danach dann noch die Niederlage gegen Gelnhausen und ein wenig Verletzungspech. Das führte dazu, dass die Mannschaft ihre Lockerheit aus der Vorbereitung verloren hat. Von Spiel zu Spiel verkrampften wir mehr. Viele Spieler haben leider nicht mehr an Ihre Fähigkeiten geglaubt und wenn man nicht an sich selber glaubt, gewinnt man keinen Blumentopf. Den Jungs musste dann immer wieder Mut gemacht werden. Wenn Jeder an seine Leistungsgrenze geht, können wir jeden schlagen! Das musste der Mannschaft erst wieder bewusst werden.

Nach dem ersten Sieg wusste die Mannschaft wie sich Siegen anfühlt und was jeder Einzelne bewirken kann. Zusätzlich sind die verletzten Spieler zurückgekommen, was der Mannschaft noch mehr Sicherheit gegeben hat. Ich denke, dass die Siegesserie noch anhalten wird :-)

FC : Wie sieht bei dir der ganztägige Ablauf eines normalen Heimspieltags aus ?

Icke : Ich frühstücke ganz gemütlich mit meiner Familie. Danach werden noch einige Erledigungen gemacht und Zeit mit der Familie verbracht. Ein vernünftiges Mittagessen muss es auch noch geben. Meistens streue ich noch einen kleinen Mittagsschlaf ein. Dann ist auch fast schon Treffpunkt. Wenn es die Zeit zu lässt, fahre ich schon früher zur Bundesligakonferenz.

FC : Vor der letzten Saison bist du nach Vellmar gewechselt und vor dieser wieder in die Heimat zu uns. Welche Gründe gab es für die beiden Wechsel ?

Icke : Zu Vellmar bin ich gegangen, da in Gensungen nicht mehr mit mir geplant wurde. Welche Gründe da hinter steckten ist Vergangenheit. Ich hatte auch noch andere Angebote, aber in Vellmar konnte ich Beruf, Familie und höherklassigen Handball miteinander verbinden.
Als ich die Entwicklung in Gensungen gesehen habe wusste ich, dass ich helfen muss  und als dann die Anfrage kam, ob ich nicht zurückkommen will, war die Chance gekommen.  Der Verein liegt mir am Herzen und ich habe ihm viel zu verdanken. Trotzdem ist mir die Entscheidung nicht leicht gefallen Vellmar wieder zu verlassen, da ich mich dort sehr heimisch gefühlt habe. Ich habe es aber bis heute nicht bereut wieder zurückgekommen zu sein.

FC : Wie lautet dein Saisonziel aus heutiger Sicht und welche Ziele verfolgst du mittelfristig mit dem Team ?

Icke : Ich will so weit wie möglich oben landen, was meiner Meinung nach realistisch ist. Das wäre ein versöhnlicher Abschluss der Runde.
Mittelfristig kann das Team viel erreichen. Der Trainer passt. Das Mannschaftsgefüge passt. Wenn von Jahr zu Jahr punktuell das Team gestärkt wird, kann man eventuell auch wieder in der 3.Liga anklopfen. Da gehört Gensungen hin!

FC : Beschreib uns doch mal den ganz privaten „Icke“ Untermann!

Icke : Privat bin ich eigentlich genauso wie im Sport. Ich kann sehr ehrgeizig sein, wenn es nötig ist. Sonst bin ich ruhiger geworden. Ein Familienmensch. Bodenständig.

FC : Du bist auf verschiedenen Positionen einsetzbar. Früher warst du auf Linksaußen zu Hause, mittlerweile auch oft am Kreis oder auf der Mittelposition. Auf welcher Position spielst du am liebsten und warum?

Icke : Naja, es macht alles Spaß. Hauptsache ich spiele :-) Nein Spaß beiseite, meine absolute Lieblingsposition war immer Linksaußen. Ich denke, dass ich im Moment am besten am Kreis aufgehoben bin. Zudem habe ich das komplette Jahr in Vellmar ausschließlich am Kreis gespielt. Außerdem haben wir mit Hannes Bauer und Peter Köpke sehr gute Linksaußen, denen ich kaum noch das Wasser reichen kann.

FC : Wo siehst du „Icke“ Untermann in 10 Jahren?

Icke : Puh 10 Jahre sind lang. In 10 Jahren spiele ich auf jeden Fall kein Handball mehr.

FC : Du hast nun schon unter einigen Trainern gespielt, was macht Arnd anders als andere und was zeichnet ihn aus?

Icke : Er ist der ehrgeizigste Trainer, den ich bisher hatte. Manchmal ein wenig zu ehrgeizig :-)
Er vertraut jedem Spieler zu 100 Prozent und gesteht den Spielern viel Eigenverantwortung zu. Ein wenig ähnelt er Günter Böttcher.

FC : Du spielst , mit Ausnahme von letzter Saison, nun schon viele viele Jahre in Gensungen. Welche Erlebnisse, Erfolge und Personen sind die im Gedächtnis geblieben?

Icke :
Erlebnisse: Es gab so viele schöne Erlebnisse, das man diese gar nicht aufzählen kann.

Erfolge: Haben wir gemeinsam gefeiert. Ich denke, die Siegesserie nach dem Abstieg aus der Bundesliga war sehr schön, oder als wir als Drittligist zwei Zweitligisten aus dem DHB-Pokal geschmissen haben.

Personen: Hier möchte ich Günter Böttcher als Erstes nennen. Er hat es mir ermöglicht in der Bundesliga zu spielen und mich enorm gefördert und angetrieben.
Reinhard Stieglitz, der mich sportlich, wie auch, beruflich, sehr unterstützt hat.
Der Sachse - ein Edelfan, ein Unikat, in guten wie in schlechten Zeiten.
Marianne und Bruni - sie sind die gute Seele des Vereins.

FC : Hattest du in den vielen Jahren mal höherklassige Angebote (Bundesliga) wo du überlegt hast den Verein zu wechseln ? Wenn ja, von welchen Vereinen und was waren die Gründe sich dagegen zu entscheiden?

Icke : Ja, ich hatte auch Angebote von anderen Vereinen. HG Saarlouis hatte mich kontaktiert, nachdem sie anstelle von uns in die 2. Bundesliga aufgestiegen sind.
Ich hatte kurz überlegt, aber mich dann doch für den Verbleib in Gensungen entschieden. Die Gründe sind mehrschichtig (Beruf, Familie, Gensungen).
Sonst hatte ich nur von Drittligisten Angebote, die für mich aber nicht in Frage kamen. Ich hatte eigentlich auch nie einen Grund aus Gensungen wegzugehen.


Wir möchten uns bei Icke für die Antworten bedanken und drücken dem Team auch für die Rückrunde die Daumen!



Euer Fanclub Hölle Nord


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